Die Bürgerinitiative „Gemeinsam gegen Einsamkeit – für eine solidarische Gesellschaft“ wurde im Dezember 2021 in Frankfurt am Main auf Initiative des SPD-Landtagsabgeordneten Turgut Yüksel gegründet.
Wir verstehen uns als überparteilich und konfessionsungebunden. Unsere politischen Forderungen haben wir in einem Positionspapier dargelegt. Die Bürgerinitiative lädt zweimal pro Jahr ihre Mitglieder zu einer Plenumssitzung ein.
Auf der ersten Plenumssitzung im März 2022 formierte sich eine Gruppe von Mitgliedern, die Aktivitäten außerhalb der politischen Arbeit ins Leben rufen wollten. Dem sogenannten Organisationsteam um Rosie von Knebel und Beate Zwermann, das aktuell aus 11 Mitgliedern besteht, ist es seither gelungen, Veranstaltungen und Aktionen zu organisieren, die einsame Menschen erreichen und sie erfolgreich aus der Einsamkeit holen.
Einsame Menschen finden über Medienberichte sowie auf Einladung anderer Mitglieder zu uns.
Unsere Erfahrung zeigt: Menschen finden über Gemeinsamkeit den Weg aus der Einsamkeit. Dabei ist ein zentraler Punkt die persönliche Begegnung und der Aufbau neuer Beziehungen. Miteinander ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen sind die zentralen Elemente unseres Angebots.
Maßgeblich zum Erfolg unserer Maßnahmen trägt die Moderation der Aktivitäten bei, die die Kommunikation und das Kennenlernen der Teilnehmenden gewährleistet. Wir bieten eine Begegnung auf Augenhöhe, bei der sich Menschen im persönlichen Dialog austauschen. Die Themen bei den Treffen unterstützen die Teilnehmende ihr soziales Leben und Umfeld wieder mitzugestalten.
Im Bestfall werden sie von Teilnehmern zum begeisterten Aktiven gegen Einsamkeit. Ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt und sie trauen sich wieder, auf Menschen zuzugehen und Freundschaften zu knüpfen.
Wer zu uns kommt, bekennt sich zur Einsamkeit. Das ist ein großer Schritt. Da ist die alleinerziehende Mutter, der Facharbeiter aus dem Ausland, die Unternehmerin, die Architektin und der Personalmanager im Ruhestand sowie Frauen und Männer, die ihre Partner bis zum Tod gepflegt haben und viele mehr. Die Geschlechterverteilung ist eher ausgeglichen, das Bildungsniveau ist hoch, die Altersstruktur liegt bei durchschnittlich 60 Jahren.
Die Begegnung findet im geschützten Raum unter Wahrung der Vertraulichkeit und Privatsphäre statt. Dafür braucht es geschulte Moderatorinnen und Moderatoren sowie regelmäßige Supervision, die durch Rosie von Knebel erfolgt.
Jeder und jede kann zu uns kommen. Wir verstehen uns als Vernetzer.
Wir mögen die Öffentlichkeit. Viele große überregionale Medien – von FAZ, FAS, RTL, HR, Deutschlandfunk und andere – haben über uns berichtet. Die Mitglieder sind bereit, über ihre Einsamkeit zu sprechen. Wir versuchen einen Prozess von unten zu initiieren, in dem wir das Schweigen brechen, um einsame Menschen aktiv zu erreichen.
Wir sind für die Gesellschaft vollkommen kostenfrei. Wir verstehen uns als Bewegung von Bürgern für Bürger. Die Mitarbeit ist ein Ehrenamt. Es gibt keinerlei Vergütung.
Gemeinsam mit Lehramt-Studierenden der Hochschule für Musik und darstellende Kunst (HfMDK) und der Frankfurter Künstlerin Sabine Fischmann ist dieses schöne Lied zum Thema Einsamkeit entstanden.